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Die Passage nach Maskat. Von Cay Rademacher.

Ein richtig gutes Buch. Und ein Bücherchecker der sich schämt.

Gut, das ist jetzt vielleicht etwas peinlich, aber man kann ja nicht alles schon gelesen haben. Ich gebe also zu: Ein Buch von Cay Rademacher hat es bis jetzt noch nie auf meinen Nachttisch geschafft! Es kommt noch schlimmer: Ich habe den Namen Cay Rademacher eigentlich noch gar nie gelesen.

Nun also liegt das Buch "Die Passage nach Maskat" ausgelesen vor mir. Und ich muss sagen: Grossartig!

Der Kriminalroman handelt in den späten 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts und beschreibt - neben dem "Kriminalfall" - eine ausgedehnte Reise eines Ozeandampfers (unbedingt ein Bild googlen vor der Lektüre, damit das Kopfkino funktioniert...) von Marseille durch das Mittelmeer, den Suezkanal nach Maskat im Oman. Und Rademacher packt hier wirklich eine grossartige Sprache aus und beschreibt genau im richtigen, zumut- und verarbeitungsbaren Umfang, wie sich so eine Reise von hundert Jahren abgespielt haben muss: Die Trennung der Klassen auf dem Schiff, die Kleidungen, die Mahlzeiten, die Ausflüge in "Panhards" (googeln!) und vieles andere mehr. Rademacher nimmt die Lesenden mit auf das Schiff. Das ist ganz grosses Handwerk.

Die Geschichte selbst ist spannend und verrückt und somit auch am Limit der Glaubwürdigkeit - wenn man das aus heutiger Sicht betrachten würde. Vor hundert Jahren allerdings, wäre so ein "verschwundener Passagier" vielleicht schon möglich. Man lässt es sich gerne erzählen.

Also: Cay Rademacher hat schon 14 Romane veröffentlicht im DuMont-Verlag (und ich haben KEINEN gelesen, ich weiss nicht, wo ich hinblicken soll...). Man darf also ruhig annehmen, dass Monsieur Rademacher, der mit seiner Family in der Provance lebt, das Metier des Schreibens beherrscht. Ich stimme dem voll und ganz zu und kann dieses Buch emfpehlen!

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