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Das Schwarze Band von Alex Beer

Im Klappentext heisst es: «Ein spektakulärer Doppelmord und ein perfides Komplott, das August Emmerich alles abverlangt…». Das muss ich mir doch mal reinziehen, denke ich.

Gut. Der Klappentext in diesem Buch ist des Lobes voll über den Autor und dessen Figur August Emmerich. Ich habe beide nicht gekannt und habe mich deshalb darauf verlassen. Auch die Preise, die Alex Beer für seine Bücher bekommen hat, weisen darauf hin, dass er schreiben kann.

Nun, ich habe es mir «rein gezogen».

Und, was soll ich sagen? Es ist ein schönes Buch mit einem tollen Layout, grosser Schrift und einem spannenden Coverbild. Der Plot ist schlüssig, die Sprache ist perfekt, die Dialoge sind schön kurz – sie könnten tatsächlich gesprochen worden sein. Schön auch die Einschübe im «Weaner Dialekt». Nette Idee. Man fühlt sich tatsächlich in Wien und kann sich vorstellen, dass es 1921 so ausgesehen haben muss, grad nach dem ersten, grossen Krieg. Der Nebenschauplatz ist interessant: Es geht um die Titel in Österreich und deren Bedeutung.

Aber etwas entscheidendes fehlt! Spannung?

Also für mich (und das ist, wie immer, sehr subjektiv) war das Buch in keinem Moment spannend. Es hat mich nicht gefesselt. Vielleicht mit der Ausnahme am Schluss, wo ein – leider sehr oft benützter - Cliffhanger bemüht wird: Der Protagonist wird kurz vor dem Entschärfen der Bombe niedergeschlagen. Black. Kapitel fertig.

Ich weiss nicht warum. Das an sich gute Buch, von dem an sich guten Autoren – schlägt bei mir nicht ein.

Ich meine, das ist ja kein Weltuntergang. Und es mag wirklich auch an mir liegen. Aber ich habe mich entschieden, die «August Emmerich»-Romane, die vor dem vorliegenden geschrieben wurden, nicht auch noch zu kaufen. Ich weiss nicht, ob ich mich damit anfreunden kann. Das Buch kostet um die 25 Franken. Und das ist doch recht viel, wenn man das Buch wieder zu Seite legt und drei Tage später schon vergessen hat.

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