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Mord im Rosengarten von Hans-Peter Oeschger

Ein "Print-on-Demand"-Buch. Das hat Vor- und Nachteile.

Das Buch ist ein «Print-on-Demand»-Buch. Das ist einerseits eine erfreuliche Sache, denn der Autor kann sein Buch veröffentlichen, ohne dass er lange einen Verlag suchen muss. Das finde ich persönlich toll. Andererseits ist es dem Autor oder der Autorin freigestellt, verlagstypische Arbeiten zu kaufen. Z.B. ein Lektorat, ein Layout, eine Vermarktung etc. Das führt dazu, dass einem das Buch – hält man es erstmals in den Händen – irgendwie komisch vorkommt.

So auch bei «Mord im Rosengarten». Noch ganz unabhängig habe ich das Gefühl, eine schön gebundene Semesterarbeit eines Studenten in den Händen zu halten: Kartonumschlag, Titelbild ohne künstlerischen Anspruch, für ein Buch ungewohnter Schrifttyp. Das Buch hat 192 Seiten und kostet «nur» knapp 12 Franken (bei Exlibris bereits mit 20 % Rabatt). Irgendwie einfach komisch. Einfach nicht richtig «buchwürdig». Als Autor natürlich wäre ich froh und glücklich, wenn mein Werk auf dem Markt ist. Aber so richtig stolz würde mich das Buch dennoch nicht machen.

Zum Inhalt: Regionalkrimi aus dem Baselbiet mit einem einfachen, verständlichen Plot. Alles beginnt in einem Altersheim. Da ich bis kürzlich regelmässig in einem grossen Alters- und Pflegeheim Besuche gemacht habe, kam mir das alles bekannt vor. Und das spricht für die Beobachtungsgabe des Autors. Als wirklich gut möchte ich die Dialoge bezeichnen: Sie sind einfach und klar. Genau so, wie sie auch gesprochen werden könnten. Keine überlangen Schachtelsätze, keine überkandidelten Fremdwörter, einfach authentisch. Das ist mir bei diesem Buch positiv aufgefallen.

Die Geschichte ist einfach und wäre schnell erzählt. Klar gibt es im Plot einige kleine Umwege. Die sind aber verständlich und man könnte annehmen, die Geschichte wäre tatsächlich passiert. Es ist ein angenehmes, nicht ausuferndes Werk, welche man für den günstigen Preis durchaus erstehen kann.

Ich wünsche dem Autoren persönlich so viel Erfolg, dass ein Verlag seine Werke in dessen Programm aufnimmt. Es würde dem Buch gut tun. 

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