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Die Spur des Geldes von Peter Beck

Ein Schweizer Krimi. Das verpflichtet einerseits und ist auch manchmal eine Bürde. Wie schafft Peter Beck das mit seinem Roman "Die Spur des Geldes"?

Ein Schweizer-Krimi. Ich bin immer ein bisschen skeptisch. Viele der Schweizer Krimi-Autor/innen benützen ihr Buch als Instrument, den Lesenden gleich noch ein bisschen Schweizer Geschichte oder gar die Kultur näher zu bringen. Sehr oft ist das überflüssig und störend. Bei vorliegenden Buch ist das elegant gelöst. Die Schauplätze sind über ganz Europa verteilt und die Umgebungsbeschreibungen kommen mit einem Minimum aus.

Peter Beck arbeitet nicht mit einem Kommissar, sondern nimmt einen «Sicherheitschef» einer Schweizer Privatbank als Protagonisten. Das ist immer gut. Denn solche Figuren kommen gelegentlich in den Clinch mit der Polizei und wissen oft mehr als diese. Und das verleiht dem Plot zusätzliche Spannung. In diesem Buch werden zwei Handlungsstränge präsentiert, schön getrennt durch die kursive Schrift.

Die Geschichte ist spannend, könnte real sein, ist es aber hoffentlich nicht. Eine solche Ausgangslage führt bei mir als Leser zu ausschweifenden Gedanken über die Geschichte, auch wenn die Buchdeckel bereits geschlossen sind. Das ist ein Kompliment an die Themenauswahl. In diesem Buch geht es um die Sicherheit unseres Trinkwassers. Also ein Thema, welches uns alle betrifft.

Peter Beck hat sein Buch als «Thriller» qualifiziert. Es ist einer. Wenn auch nicht auf skandinavischem Niveau, aber richtig spannend und schnell geführt.

Es ist der dritte «Tom Winter»-Krimi und er macht Lust auf die Lektüre der beiden ersten Ausgaben. Mit 430 Seiten ist er ziemlich umfangreich, aber Peter Beck ist erfahren genug, um den Umfang mit Speed und Spannung zu füllen.

Bei diesem Buch gilt meine Empfehlung: Ausprobieren!

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