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Der Freund / Die Ehefrau. Von Freida McFadden

Zwei neuen Bücher und McFraddens neue Identität.
Ein Buchcheck von Daniel

Ich wage das mal: Zwei Titel einer Autorin im selben Beitrag! - Wir wollen in diesem Blog ja nicht unbedingt die Inhalte der Bücher zusammenfassen. Oder die Geschichte bewerten und spoilern. Sondern wir wollen unser Empfinden für das Buch weitergeben. Und deshalb kann ich getrost die beiden kürzlichst ins Deutsche übersetzten Bücher von McFadden zusammenfassen. Denn sie bewegen sich in derselben Liga.

Sowohl Der Freund wie auch Die Ehefrau bauen auf derselben, hoch erfolgreichen Herangehensweise von Freida McFadden an ihre Geschichten, auf: Man beginnt zu lesen, versteht alles und legt sich im Kopf zurecht, wer in der Geschichte wohl welche Rolle spielt. Wahlweise entweder "ganz allmählich" oder "urplötzlich" ist man sich nicht mehr sicher, ob der "Freund" gut oder böse ist und ob "Die Ehefrau" eine Täterin oder das Opfer ist. McFadden versteht es meisterhaft, die Lesenden zu verunsichern. Oder auf die falsche Fährte zu führen um sie dann gleich wieder zurück zu holen. Im ersten Drittel des Buches - auch das ist bei allen derselbe Aufbau - wird eine einfache, logische und nachvollziehbare Geschichte erzählt. Mit dem klaren Ziel der Autorin, die Leser und Leserinnen in Sicherheit zu wiegen und sich im wohligen Verstehen der Geschichte zu lassen. Aber dann legt die Autorin los und streut Zweifel über Zweifel. Sie setzt Hinweise dazu, dass man sich möglicherweise täuscht und führt das weiter bis zum Schluss. Denn alle bisher gecheckten McFadden-Bücher haben eines gemeinsam: Es sind die letzten Seiten, die letzten Abschnitte oder gar Worte, welche die Geschichte definitv abschliessen.

Die ins Deutsche übersetzten Bücher von Freida McFadden erscheinen im Heyne Verlage, der sie grellfarbig mit eingefärbten Seitenkanten auf den Markt bringt. Das grüne (Die Ehefrau) und das blaue (Der Freund) sind eben erschieben und das violette (Die Psychiaterin) ist erscheint im Juli 2026. Wahrscheinlich werde ich das nicht in diesem Blog besprechen. Es wird genau so spannend und verwirrend aufgebaut sein, wie alle andern Bücher dieser Autorin. Lesen werde ich es bestimmt.

Übrigens: Freida McFadden ist ein Pseudonym. Die amerikanische Autorin, die jahrelang noch als Ärztin weiter arbeitete und ihre Auftritte als Autorin deshalb hinter dem Pseudonym und unter einer Perücke versteckte. Dieser Tage hat sie sich geoutet, weil sie den Beruf als Ärztin aufgeben konnte und sich vollständig als Bestseller-Autorin betätigen kann. McFadden heisst in Wirklichkeit Sara Cohen und parktizierte in Boston/USA als Neurologin. Ihren Angaben zufolge wird sie ihren Künstlernamen weiterhin benützen. Die Perücke und die dicken Brillen allerdings wird sie ablegen.

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