
Es passiert nicht oft. Weil ich mich immer wieder verpflichtet fühle, Bücher, die ich kaufe und auf dem Blog aufführe, auch zu lesen. Bis zum Schluss.
Nun, beim vorliegenden Buch von Sophie Stava ist mir das leider nicht möglich. Warum? Ich bin ein Fan von den Büchern von Frieda McFadden (Die Hausmädchen Triologie: "Sie wird Dich finden"... etc.). Und das vorliegende Buch kommt mir vor, wie eine abgedroschene, billige Kopie dieser McFadden Romane: Die Protagonistin ist eine junge Frau, die sich durchs Leben schlägt und irgendwann in Probleme gerät, weil sie permanent lügt. - Zudem ist das Buch auch optisch eine Kopie der McFadden-Romane: das Layout des Covers und die gefärbten Seiten.
Die Geschichte ist auf den ersten 100 Seiten langfädig (das sind sie bei den McFadden-Romanen zeitweilig auch) und durchsichtig (und das sind sie bei den McFadden-Romanen eben nicht!). Hier erkannt man die Absichten der Protagonistin. Denn:
Die Autorin vergibt eine grosse Chance: Vom ersten Moment an weiss der Leser oder die Leserin, dass die Protagonistin permanent lügt. Und somit ist das klar und die Spannung ist weg. Man weiss nun, dass alles, was die Frau sagt, gelogen ist. Die Autorin aber bemüht sich, im "Ich-Erzählung"-Stil zu beschreiben, dass nun gelogen wurde und weshalb.
Und das hat mich ... gelangweilt.
Hier eine Inhalts-Warnung an alle Fans von McFadden: Dieses Buch nicht kaufen. Auch wenn es fast so daherkommt wie ein Buch von Frieda. Auch wenn der Klappentext suggeriert, dass die "Hausmädchen-Triologie" weiter geht. Sie tut es nicht.