
Die Autorin Christine Brand - eine waschechte Schweizerin aus dem Emmental mit Berufserfahrung bei der NZZ, SRF und als Gerichtsreporterin - liefert hier ein weiteres, sehr umfangreiches Buch (572 Seiten) als Kriminalroman ab. Ihre Protagonistin, die Berner Privatdetektivin Malou Löwenberg ermittelt authentisch, emotionsgeladen und zeitweilig etwas nervig (damit meine ich, sie tut Dinge, von welchen wir alle wissen, dass das nicht gut kommt - nur Malou Löwenberg nicht...).
Dies ist nun also der zweite Band in dieser "Vermisst"-Reihe. Der erste hiess: "Der Fall Anna" ((hier nachlesen). Und wieder platziert Christine Brand einen Cliffhanger ans Ende des Buches (wenigstens nicht den Fall betreffend), sodass man sich gespannt auf den nächsten "Vermisst"-Band freuen darf. Brand schliesst stilistisch dort an, wo sie bei "Anna" aufgehört hat: Die Geschichte ist gewagt, aber möglich, die Protagonistin ist frech und hat keine Geduld - ist aber gut! Und: die Geschichte hat ein anständiges Tempo drauf. Ich habe mich auf den Abend gefreut, wenn ich wieder in die Welt von der Neo-Privatdetektivin tauchen konnte.
Das Softcover-Buch hat über 570 Seiten (wovon alleine 6 für die Danksagung am Ende reserviert sind) und doch hat man nicht das Gefühl, hier könnte gekürzt werden. Der Plot hat alles: Romantik, Streit, Geschichte, Emotionen auf alle Seiten.
Hier kommt eine Kaufempfehlung. Das Buch kostet irgendwo zwischen 22 CHF und 27 CHF oder 18 EUR.